Was ist die Stammzellentherapie bei Arthrose?
Die Stammzellentherapie in der Orthopädie wird meist bei Arthrose angewandt. Ziel ist es, die chemischen Arbeitsprozesse des Knorpels und der Gelenkschmiere zu verbessern und dadurch die Schmerzen zu reduzieren und die Belastbarkeit zu verbessern. Arthrose ist allerdings keine vollständig heilbare Krankheit. Eine Therapie kann es ermöglichen, den chronischen Schmerz zu beseitigen und dadurch wieder aktiver am Leben teilzunehmen.
Im Trinicum werden hierfür Stammzellen aus dem Bauchfett gewonnen und dem entsprechenden Gelenk zugeführt. Die Stammzelltherapie kann in fast jedem Krankheitsstadium der Arthrose verabreicht werden.
Was sind Stammzellen?
Wird die Stammzellentherapie nur bei Arthrose eingesetzt?
Seit den 1960er Jahren gibt es Stammzellentherapien gegen Blutkrebs. Dort wird die Fähigkeit der Stammzellen für die Neubildung von Blutzellen verwendet und aus dem Knochenmark oder Blut entnommen. In der Orthopädie werden neuerdings die Stammzellen auch relativ einfach aus dem Fettgewebe entnommen.
Wann macht eine Therapie der Arthrose mit Stammzellen Sinn?
Durch erhöhte körperliche Belastungen oder auch im Laufe des Lebens nutzen sich die Knorpelschichten der Gelenke ab. Dadurch verliert das Gelenk wichtiges Knorpelgewebe, das der Körper nicht ersetzen kann.
Die Stammzellen können genau hier agieren und für eine Entlastung des Körpers sorgen. Die Stammzellentherapie lässt sich daher sowohl im Anfangsstadium der Arthrose einsetzen, bei dem es nur zur Ausdünnung des Knorpels kommt, als auch unter Umständen im letzten Stadium der Arthrose, in dem der Knochen zur Entlastung des Gelenks schon Randwülste ausbildet.
Wie merkt man eine Arthrose?
Gibt es eine Altersbeschränkung für die Stammzellentherapie?
Nein. Für die Stammzellentherapie gibt es grundsätzlich keine Altersbeschränkung. Entscheidend ist nicht das Alter, sondern der individuelle Gesundheitszustand sowie die medizinische Ausgangssituation der Patientin bzw. des Patienten. Ob eine Behandlung sinnvoll ist, wird daher immer im Rahmen einer persönlichen ärztlichen Abklärung beurteilt.
Wann sollte man keine Stammzellentherapie bei Arthrose durchführen?
Auch eine Stammzellentherapie ist kein Wundermittel: Bei anhaltender massiver Überbelastung, starker Fehlstellung oder mechanischen und anderen Ursachen, bleibt der gewünschte Effekt aus. Daher ist die individuelle Indikation der Schlüssel zum Erfolg.
Wie läuft die Stammzelltherapie bei Arthrose ab?
Nach einer Erstbeurteilung des schmerzenden Körperteils werden die möglichen Zusammenhänge genau untersucht und mit der bildgebenden Diagnostik verglichen. Sollten Sie noch keine entsprechenden Bilder gemacht haben, bekommen Sie ein Verordnung.
Diese sogenannte „Erstuntersuchung“ kostet wie alle üblichen Erstuntersuchungen im Trinicum € 230,- und wird im Falle einer zukünftigen Stammzellentherapie refundiert.
Wenn eine Stammzellentherapie in Frage kommt, wird der Ablauf genau besprochen und auftretende Fragen beantwortet. Die Therapie erfolgt im Trinicum ambulant und dauert rund 1,5 Stunden. Am Tage der Stammzellentherapie brauchen Sie nicht nüchtern sein. Sie kommen ganz normal ins Trinicum, wo Sie von einer diplomierten OP-Schwester vorbereitet werden. Während Sie sich gemütlich auf einer Untersuchungsliege befinden, wird das Areal für die Stammzellentnahme – üblicherweise der Bauch – desinfiziert und steril abgedeckt. Dann bekommen Sie zwei kleine Vereisungsspritzen (wie beim Zahnarzt). Danach wird durch ein wenige Millimeter großer Hautschnitt das Fettgewebe abgesaugt. Danach bleiben Sie nach wie vor entspannt liegen, während die Stammzellen in einer Zentrifuge vom restlichen Gewebe getrennt werden. Nach mehreren Trennungsvorgängen wird Ihnen wie bei einer Blutabnahme einmalig Blut entnommen. Auch das wird zentrifugiert. Am Ende werden das Blutplasma und die Stammzellen vermischt und an die entsprechende Stelle verabreicht. Danach gehen Sie ganz normal heim.
Ist mit einem längeren Ausfall oder einer Schonung zu rechnen?
Wie oft wird eine Stammzellentherapie gemacht?
Die Stammzellentherapie bei Arthrose wird einmalig empfohlen.
Findet eine Nachbehandlung statt?
1-2 Wochen nach der Stammzellenapplikation wird ein Treffen mit einem erfahrenen Physiotherapeuten im Trinicum organisiert. Das ist ebenso in der Stammzellentherapie inkludiert, und soll die richtige Bewegung garantieren.
Mit welchen Nebenwirkungen ist zu rechnen?
Die meisten Patient:innen spüren ein paar Tage nach dem Eingriff ein leichtes Ziehen an der Fettentnahmestelle und im Gelenk, in dem die Stammzellen wirken.
Es werden keine Fremdsubstanzen verabreicht und auch keine Zusatzstoffe bei den Geräten verwendet. Daher ist mit keinen diesbezüglichen Nebenwirkungen zu rechnen. Auf die üblichen möglichen Nebenwirkungen bei einer Spritze darf hingewiesen werden.
Gibt es Alternativen zur Stammzellentherapie bei Arthrose?
An die Wirkung der Stammzellentherapie dürfte keine andere Injektionstherapie herankommen.
Ansonsten gibt es noch zum Beispiel die Injektion von Hyaluronsäure, oder ACP. Richtige Ernährung und Bewegung sollten immer durchgeführt werden. Wenn alle konservativen Maßnahmen ausgeschöpft sind, wird die Operation (Gelenksersatz) empfohlen.
Im Trinicum erhalten Sie alle genannten Alternativen.



