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Häufig gestellte Fragen zur Blasenentzündung

Häufig gestellte Fragen zur Blasenentzündung

Die wichtigsten Informationen zur Blasenentzündung und Harnwegsinfekten erhalten Sie hier. Bei weiteren Fragen können Sie uns jederzeit kontaktieren.

 

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Wie macht sich eine Blasenentzündung bemerkbar?

Schmerzen oder Brennen beim Harnlassen (Dysurie) sowie häufiger Harndrang (Pollakisurie) sind die häufigsten Symptome einer akuten Blasenentzündung. Aber auch das Gefühl, den Harn nicht mehr halten zu können (imperativer Harndrang) weist darauf hin. Treten Flankenschmerzen auf Höhe zwischen Hüfte und unteren Rippen, Schüttelfrost und Fieber von über 38 Grad Celsius auf, hat die Infektion bereits die Niere erreicht. In diesem Fall ist ein Arzt umgehend aufzusuchen. In weitere Folge könnte es ohne Behandlung zu einer Blutvergiftung kommen.

Was sind die häufigsten Ursachen einer Blasenentzündung?

Bei Männern kann eine vergrößerte Prostata auf die Blase drücken und für einen entsprechenden Harndrang oder eine unvollständige Entleerung sorgen. Zudem ist das Drüsengewebe der Prostata mit seinen vielen und feinen Kanälen anfälliger für Bakterien und entsprechenden Infektionen. 

Bei Frauen gelangen Bakterien über eine verkürzte Harnröhre oder Schmierinfektionen beim Geschlechtsverkehr rascher in die Blase. Die Behandlung der Bakterien mit Antibiotikum kann wiederum die Flora im sauren Vaginalmilieu beeinflussen, so dass Pilzinfektionen entstehen und dieses Ungleichgewicht wiederum die bakterielle Entzündung füttert. Mit einer Ernährungsumstellung kann die Patientin die Darm- und Vaginal Flora beeinflussen und wiederaufbauen und diesem Ping-Pong-Spiel entgegenwirken. Auch die weiblichen Hormone haben großen Einfluss auf die Haut und Schleimhautbeschaffenheit, welche wichtig sind für die Abwehr von Bakterien.

Bei schwangeren Frauen gibt es das Phänomen, dass ab der 12. Schwangerschaftswoche bei den meisten Schwangeren das Nierenbecken (recht häufiger als links) physiologisch erweitert ist. Das geschieht auf Grund der Größenzunahme der Gebärmutter. Deshalb sind auch Schwangere empfänglicher für eine Bakterienbesiedelung und aufsteigende Harnwegsinfektionen. Darum werden auch regelmäßige Harnkontrollen im Rahmen der Mutter Kind Pass Kontrollen durchgeführt.

Auch an Diabetes mellitus erkrankte Personen haben häufiger Blasenentzündungen, da sie zumeist Zucker über den Harn ausscheiden, welche als Nährboden für Bakterien fungiert. 
 

Was hilft bei einer akuten bakteriellen Blasenentzündung?

Wer viel trinkt und sich warmhält, kann die Beschwerden lindern. Pflanzliche Präparate oder Tees mit Bärentraubenblättern aus der Apotheke wirken entzündungshemmend. Wenn die Hausmittel keine rasche Wirkung erzielen, sollte ein/e Ärztin/Arzt aufgesucht werden. In diesem Fall ist zumeist eine antibiotische Therapie notwendig.

Was hilft bei einer chronischen Blasenentzündung? 

Tritt die Blasenentzündung mehr als zweimal innerhalb von 6 Monaten auf, sollte man sich bei einem Urologen oder einer Urologin Rat suchen. Bei monatlichem Auftreten handelt es sich definitiv um eine chronische Blasenentzündung, die ein personalisiertes Behandlungskonzept erfordert. Bei der chronischen Blasenentzündung treten die typischen Schmerzen auch unter Umständen ohne Anzeichen einer akuten Infektion auf. Nachdem es sich um eine manifestierte Schleimhautveränderung handelt, sollte auf langfristige Therapieoptionen zurückgriffen und den Symptomen vorgebeugt werden. Das gelingt mit:
  • Warmhalten des Unterbauches oder Infrarottherapien 
  • Akupunktur als akute Schmerzbehandlung oder Regulationstherapie
  • Physiotherapie kann helfen die Dyskoordination zwischen Beckenboden und Blase auszugleichen 
  • Mittels Biofeedbacks kann man den Muskeltonus beeinflussen
  • Zum Aufbau der Blasenschleimhaut empfiehlt sich eine Spültherapie (wöchentlich für sechs Wochen) 

 

Die häufigsten Fragen der Urologie
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Welche eine Blasenentzündung begünstigende Faktoren gilt es zu vermeiden?

Kälte, wenig Flüssigkeitszufuhr und seltene Toilettengänge oder unentspanntes Urinieren bei Frauen im Stehen können das Bakterienwachstum fördern. Diese gilt es zu vermeiden. 
 

Was ist der Unterschied zwischen einer Blasenentzündung und einem Harnwegsinfekt?

Anatomisch betrachtet passieren die Bakterien zunächst die Harnröhre, wodurch es zu einem Harnwegsinfekt kommen kann. Siedeln sich die Bakterien in der Blase an, kommt es zu einer Blasenentzündung. Im nächsten Schritt können die Bakterien den Harnleiter bis in die Niere hochwandern und dort für eine Nierenbeckenentzündung bis hin zum Nierenversagen führen. 
 

Wann sollte man zum Arzt oder zur Ärztin gehen?

Schmerzen im Unterbauch oder beim Harnlassen sollten prinzipiell abgeklärt werden. Neben einer bakteriellen Infektion können auch anatomische oder hormonelle Veränderungen sowie bösartige Erkrankungen dahinterstecken. Ist eine Blasenentzündung diagnostiziert oder ist bereits eine chronische Blasenentzündung bekannt, sollte allerspätestens bei Flankenschmerzen, Schüttelfrost und Fieber mit über 38 Grad Celsius ein Arzt aufgesucht werden. 
 

Welche anderen Erkrankungen mit gleicher Symptomatik gibt es?

Neben einer Blasenentzündung können Blasen- oder Prostatakrebs ähnliche Symptome bedingen. Auch eine vergrößerte Prostata sorgt zunehmen für Probleme beim Wasserlassen. Blasenstein können ebenso das Urinieren erschweren. Dabei sollte auch an erkrankten Fortpflanzungsorganen gedacht werden sowie Endometriose, deren Herde in der Blase für Leid sorgen können. 
 

Wie verläuft die Untersuchung bei dem/der UrologIn?

Neben dem klassischen Anamnesegespräch werden bei Verdacht auf eine Blasenentzündung der Harn abgenommen und ein Ultraschall von Niere und Blase gemacht. Laborwerte informieren über potenzielle Entzündungsherde. Um eine Vergrößerung der Prostata auszuschließen, wird diese abgetastet. 

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